Text zu Sprache, kostenloser Online-Textvorleser
Füge beliebigen Text ein und lass ihn dir im Browser vorlesen. Wähle eine Stimme, passe Tempo und Tonhöhe an. Privat, kostenlos, nichts wird irgendwohin hochgeladen.
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Dieses kostenlose Text-zu-Sprache-Tool verwandelt geschriebenen Text direkt in deinem Browser in gesprochenes Audio. Füge etwas ein oder tippe es, einen Artikel, den du anhören möchtest, einen E-Mail-Entwurf, Lernnotizen, ein Buchkapitel, und drücke auf Abspielen, um ihn mit einer natürlichen Stimme vorgelesen zu bekommen. Es gibt nichts zu installieren und kein Konto zu erstellen: Der Vorleser funktioniert sofort auf Desktop und Mobilgerät und bewältigt alles von einem einzelnen Satz bis zu mehreren Seiten Text.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Sprachausgabe als MP3- oder WAV-Datei herunterladen?
Welche Stimmen sind verfügbar?
Warum unterscheiden sich die Stimmen zwischen meinen Geräten?
Wird mein Text auf einen Server hochgeladen?
Wie geht das Tool mit langen Texten um?
Wie funktioniert die Worthervorhebung?
Was machen die Regler für Tempo, Tonhöhe und Lautstärke?
Welche Browser unterstützen Text zu Sprache?
Ist dieses Text-zu-Sprache-Tool kostenlos?
Kann es auch andere Sprachen als Englisch vorlesen?
Über Text zu Sprache, kostenloser Online-Textvorleser
Unter der Haube nutzt das Tool die Web Speech API, die Sprachsynthese-Engine, die bereits in deinen Browser und dein Betriebssystem eingebaut ist. Dieses Design hat einen großen Datenschutzvorteil: Dein Text wird nie auf einen Server hochgeladen. Die Wörter, die du einfügst, bleiben auf deinem Gerät, werden von der lokalen Sprach-Engine gesprochen und verschwinden, wenn du die Seite schließt. Es gibt keine von einem entfernten Dienst auferlegten Wortlimits, keine Konten und keine Verarbeitungswarteschlange, denn es gibt überhaupt keinen entfernten Dienst.
Du behältst die volle Kontrolle darüber, wie der Text klingt. Wähle jede auf deinem System installierte Stimme, nach Sprache gruppiert, sodass du schnell Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Dutzende weitere Optionen findest. Stelle das Sprechtempo fein ein, von langsamen 0.5x für aufmerksames Zuhören bis zu flotten 2x zum Überfliegen, verschiebe die Tonhöhe nach oben oder unten und regle die Lautstärke unabhängig vom Mixer deines Systems. Das macht das Tool weit über das bloße Vorlesen hinaus nützlich: Autoren lektorieren nach Gehör und erwischen holprige Formulierungen, die ihre Augen überspringen, Sprachlerner hören die korrekte Aussprache fremdsprachiger Texte, Menschen mit Sehbehinderung oder Legasthenie konsumieren geschriebene Inhalte bequem, und jeder kann einen langen Artikel in etwas verwandeln, das man nebenbei anhört.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Da die Stimmen aus deinem Browser und Betriebssystem stammen, unterscheidet sich die Auswahl zwischen Geräten. Windows, macOS, Android und iOS liefern jeweils eigene Stimmpakete mit, und Chrome fügt eigene Google-Stimmen hinzu, sodass dieselbe Seite auf deinem Handy und deinem Laptop unterschiedlich klingen kann. Manche Stimmen sind natürlich und angenehm, andere merklich roboterhaft, und Funktionen wie die wortweise Hervorhebung hängen davon ab, wie viele Informationen eine Stimme zurückmeldet. Das Tool erkennt, was deine Konfiguration unterstützt, und arbeitet mit den Stimmen, die du hast; fehlt eine Sprache, ist die Lösung, sie in den Einstellungen deines Betriebssystems zu installieren.
Vom Voder zu neuronalen Stimmen: eine kurze Geschichte sprechender Maschinen
Die erste Maschine, die öffentlich sprach, war gar kein Computer. Auf der Weltausstellung 1939 in New York führten die Bell Labs den Voder vor, eine sperrige elektronische Konsole, die wie ein Musikinstrument gespielt wurde. Eine geschulte Bedienerin, meist eine von etwa zwanzig Frauen, die ein Jahr lang geübt hatten, drückte Tasten und einen Handgelenksbügel, um Summ- und Zischquellen zu erkennbaren Wörtern zu formen. Der Voder konnte nicht von allein sprechen; er war der Beweis, dass sich menschliche Sprache aus elektronischen Bausteinen zusammensetzen lässt, und die Menschen standen Schlange, um ihn auf Zuruf Sätze sagen zu hören.
In den folgenden Jahrzehnten lernten Computer das Sprechen, und zwei Meilensteine ragen heraus. 1978 packte Texas Instruments die Sprachsynthese in ein Spielzeug: Der Speak & Spell quetschte ein komplettes Modell des Vokaltrakts auf einen einzigen Chip, sodass ein Buchstabier-Spielzeug für Kinder Wörter laut aussprechen konnte, ein Meilenstein der Unterhaltungselektronik. Unterdessen verfeinerte Dennis Klatt am MIT jahrelang die Formantsynthese, eine Arbeit, aus der 1984 DECtalk wurde. Der berühmteste Nutzer von DECtalk war der Physiker Stephen Hawking, der jahrzehntelang mit einer Stimme sprach, die aus Klatts eigenen Aufnahmen abgeleitet war. Als man ihm neuere, geschmeidigere Stimmen anbot, lehnte Hawking ab: Die roboterhafte DECtalk-Stimme war zu seiner Stimme geworden, und er behielt sie bis zu seinem Tod 2018.
Die moderne Text-zu-Sprache-Technik nahm in den 2010er Jahren eine scharfe Wendung, als neuronale Netze die handgebauten akustischen Regeln ablösten. Systeme wie WaveNet, 2016 von DeepMind veröffentlicht, erzeugten rohe Audio-Wellenformen Sample für Sample und klangen plötzlich verblüffend menschlich, mit natürlichem Atemrhythmus und natürlicher Intonation. Heutige Betriebssysteme liefern Dutzende neuronaler Stimmen in vielen Sprachen mit, und dieselbe Technologie treibt Screenreader, Navigationsansagen und virtuelle Assistenten an. Die Stimmen, die du in diesem Tool hörst, stehen auf dieser ganzen Ahnenreihe, von einer auf einer Weltausstellung von Hand gespielten Konsole bis zu Netzen, die das Sprechen aus Tausenden Stunden von Aufnahmen gelernt haben.