Hypotheken- und Kreditrechner
Berechne die monatlichen Raten deiner Hypothek oder deines Kredits und visualisiere den vollständigen Tilgungsplan.
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Eine Hypothek ist ein durch eine Immobilie besicherter Kredit, und ihre monatliche Rate wird durch drei Faktoren bestimmt: das geliehene Kapital, den jährlichen Zinssatz und die Kreditlaufzeit. Was Hypotheken mathematisch interessant und für Erstkäufer oft überraschend macht, ist die Tilgung. Bei einem vollständig tilgenden Kredit teilt sich jede feste Monatsrate in Zinsen und Kapitalrückzahlung auf, doch die Anteile verändern sich im Laufe der Zeit drastisch. In den ersten Jahren fließt der überwiegende Teil jeder Rate in die Zinsen; erst in den letzten Jahren reduziert der Großteil jeder Rate die Restschuld. Diese anfängliche Zinslastigkeit ist eine natürliche Folge der Funktionsweise des Zinseszinses und ist identisch, egal ob du in den USA, in Europa oder anderswo bist, wo das Standard-Tilgungsmodell verwendet wird.
Häufig gestellte Fragen
Werden meine Daten an einen Server gesendet?
Welche Formel wird verwendet?
Warum reduzieren meine ersten Raten die Restschuld kaum?
Was ist der Unterschied zwischen einer Festzins- und einer variabel verzinsten Hypothek?
Was ist Tilgung und warum ist sie wichtig?
Wie viel Zinsen zahle ich insgesamt?
Ich bin Erstkäufer, auf welche Zahlen sollte ich achten?
Können Fachleute dies für Kundenpräsentationen nutzen?
Welchen Fehler machen Menschen häufig bei Hypothekenrechnern?
Funktioniert der Rechner für Kredite in jeder Währung?
Über Hypotheken- und Kreditrechner
Dieser Rechner ist immer dann nützlich, wenn du eine Hypothek, einen Autokredit, einen Privatkredit oder einen anderen festverzinslichen Ratenkredit bewertest. Häufige Szenarien sind der Vergleich des Ratenunterschieds zwischen einer Hypothek mit 20 und mit 30 Jahren Laufzeit, das Verständnis dafür, wie viel Zinsen du über die gesamte Laufzeit des Kredits insgesamt zahlst, das Durchspielen der Tragfähigkeit unter verschiedenen Zinsannahmen sowie die Erkenntnis, welcher Teil jeder Rate tatsächlich deine Schulden abbaut und welcher die Taschen des Kreditgebers füllt.
Alle Berechnungen laufen lokal in deinem Browser, es werden niemals Daten an einen Server gesendet. Gib das Kreditkapital, den jährlichen Zinssatz und die Laufzeit in Jahren ein. Das Tool wendet die Standard-Tilgungsformel M = P × r(1+r)^n / ((1+r)^n − 1) an, wobei r der monatliche Zinssatz und n die Gesamtzahl der monatlichen Raten ist. Der vollständige Tilgungsplan zeigt für jede einzelne Rate über die gesamte Laufzeit des Kredits die Aufteilung zwischen Zinsen und Kapital.
Denke bei der Interpretation der Ergebnisse daran, dass zu den tatsächlichen Hypothekenkosten auch Grundsteuern, eine Wohngebäudeversicherung und möglicherweise eine private Hypothekenversicherung (PMI) gehören, von denen hier keine berücksichtigt wird. Das Tool geht außerdem von einem festen Zinssatz aus; bei Hypotheken mit variablem Zinssatz ändern sich die Raten, sobald die Zinsen neu festgesetzt werden. Vergleiche bei wichtigen Kreditentscheidungen die Angebote immer anhand des effektiven Jahreszinses (APR), der die Gebühren erfasst, die der nominale Zinssatz auslässt, und ziehe vor jeder Kreditzusage einen qualifizierten Finanz- oder Hypothekenberater hinzu.
Von babylonischen Schuldtafeln zur 30-jährigen Festzinshypothek: eine kurze Geschichte der Hypothek
Das englische Wort "mortgage" stammt aus dem Altfranzösischen und bedeutet wörtlich "Todespfand", mort (tot) + gage (Pfand). Die Schuld erlosch ("starb"), entweder wenn der Kreditnehmer sie zurückzahlte oder wenn er ausfiel und der Kreditgeber die Immobilie an sich nahm. Das mittelalterliche englische Common Law formalisierte das Konzept und verlangte vom Kreditnehmer, dem Kreditgeber das rechtliche Eigentum als Sicherheit zu übertragen, mit dem Recht, es nach Rückzahlung zurückzuerhalten. Jahrhundertelang waren diese Vereinbarungen kurzfristig, in der Regel fünf bis zehn Jahre, und erforderten am Ende eine große Schlusszahlung, was Wohneigentum für die meisten Menschen wirklich prekär machte.
Die selbsttilgende 30-jährige Hypothek, wie wir sie heute kennen, ist weitgehend eine amerikanische Erfindung der 1930er-Jahre. Vor der Großen Depression mussten Kreditnehmer ihre US-Hypotheken alle drei bis fünf Jahre umschulden, und als die Kreditmärkte 1929–1933 zusammenbrachen, konnten Millionen Amerikaner ihre Kredite nicht verlängern und verloren ihr Zuhause. Als Reaktion darauf schuf der New Deal von Präsident Roosevelt 1934 die Federal Housing Administration (FHA), die die langfristige, vollständig tilgende Festzinshypothek mit staatlicher Absicherung einführte. Diese Neuerung verwandelte Wohneigentum von einem Privileg der Wohlhabenden in ein verbreitetes Ziel der Mittelschicht.
In Europa unterscheiden sich die Hypothekenstrukturen erheblich von Land zu Land. Das deutsche "Bauspar"-System setzt jahrzehntelanges diszipliniertes Sparen voraus, bevor ein Kredit unter Marktzins gewährt wird. Dänemark betreibt ein einzigartiges System gedeckter Schuldverschreibungen ("realkreditobligationer"), das seit über 200 Jahren bemerkenswert stabil ist und es Kreditnehmern erlaubt, ihre eigenen Hypothekenanleihen am offenen Markt zurückzukaufen, wenn die Zinsen steigen, wodurch sie ihre Gewinne bei steigenden Zinsen praktisch festschreiben. Das Vereinigte Königreich machte in den 1980er- und 1990er-Jahren die endfällige (tilgungsfreie) Hypothek populär, bevor eine Welle von Zahlungsausfällen zu einer umfassenden Regulierungsreform führte. Jedes System spiegelt die Haltung einer Gesellschaft gegenüber Schulden, Risiko und der Rolle des Staates auf den Wohnungsmärkten wider.